18.00, Tornado, Iowa: Die Frisur sitzt

Oder: Chronologie, wie man gepflegt einen Tornado überlebt.

16.40 Wir radeln gelangweilt von der Landschaft, aber ansonsten guter Dinge durch die Felder und Weiden von Iowa.
16.45 Wir stellen fest, dass einige Wolken aufgezogen sind. Es könnte heute noch regnen. Erfreut über eine elegante Begründung, den Radtag früher zu beenden und das noch dazu komfortabel, beschließen wir, uns im nächsten Ort ein Motel zu gönnen. Nur noch 20km.
16.50 Ein Auto stoppt neben uns. Es ist Monique mit ihren Kindern, unterwegs am Heimweg vom Supermarkt. Sie meint, dass die Wolken rundherum bedrohlich nach Unwetter aussehen und wir doch besser einen Unterschlupf suchen sollten. Christoph klärt ab, dass wir ja nicht aus Zucker sind. Monique steckt ihm trotzdem für den Notfall ihre Telefonnummer zu. Dann radeln wir weiter.
17.00 Irgendwie ist es plötzlich um uns still geworden, kein einziger Vogel mehr. Viele Wolken, es wird heute definitiv regnen. Monique taucht wieder auf, diesmal bestimmter: Sie war bereits zuhause, das Fernsehen hat Tornadowarnungen für den County ausgesprochen. Monique ist (was wir jetzt noch nicht wissen) Krankenschwester und setzt jetzt auf ihren Krankenschwestern überall auf der Welt gegebenen „Schluss mit Lustig“-Tonfall. Wir folgen ihr jetzt besser! Also auf den Rädern dem Auto nach, eine Meile querfeldein zum Haus der Familie, in the middle of nowhere.
17.10 Wir werden durch das Haus geführt, Monique’s jüngster Sohn kurzerhand ins Elternbett umdirigiert, damit wir einen Platz für die Nacht haben. Währenddessen beginnt es draußen zu tröpfeln.
17.15 Ein unfassbarer Megasturm tobt. Am Fenster fliegt eine Scheibtruhe vorbei. Der Pferdeanhänger bahnt sich (ohne Auto und ohne Pferd) seinen Weg durch den Vorgarten, der Regen peitscht ans Fenster wie ein voll aufgedrehter Gartenschlauch, Hagel ergänzt die Szenerie. Monique nimmt es locker, berichtet aber, dass das Haus zur Sicherheit im Keller einen Emergency-Room mit Lebensmittel- und Wasservorräten hat.
19.00 Alles vorüber, im Fernsehen läuft schon die Folgesendung „Das war der Tornado“: Insgesamt gab es drei echte Twister, oder wie es der Reporter im Fernsehen nennt „Touch Down, we have a Touch Down!“. Einige tausend Haushalte sind ohne Strom. Bei Tracy F. ist ein Baum aufs Hausdach gestürzt, jetzt gibt sie ein Interview. Und meine Frisur sitzt.

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Nebraska

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Ja Nebraska, was gibt es zu sagen über Nebraska? Das künstlerisch bedeutendste Album von Bruce Springsteen trägt den Titel „Nebraska“, der gleichnamige Titelsong handelt vom Serial-Killer Charles Starkweather. Das wars! Mehr muss man als normaler Mensch über Nebraska nicht wissen.

An Sehenswürdigkeiten hat Nebraska den angeblich größten Verschiebebahnhof der Welt zu bieten. Landschaftlich gibt es in Nebraska vor allem eines zu sehen: den Horizont.

Aus Radfahrersicht: Nebraska ist flach, die Straßen sind schnurgerade, der Wind bläst unaufhörlich aus allen Richtungen (nur nicht von hinten).

Ende der Durchsage!


Tofu Town

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Nachdem wir auf der Ost-Seite der Rockies sind, geht es noch einmal einen Tag weiter bergab Richtung Boulder.
In Wien gibt es ja für jede soziodemographische Gruppe den passenden Bezirk. In den USA gibt’s dafür gleich eine ganze Stadt. Und Boulder ist das Äquivalent zum Wiener Boboville. Alles ist organic, progressiv und voll von naturleiwanden Menschen, die Hippie und Yuppie zugleich sind. Man fährt Fahrrad oder Hybrid-Auto und shoppt im Bio-Supermarkt. Sonnt sich oben ohne im Park oder joggt einen der vielen Trails entlang. Nirgendwo auf der Welt passen Batik-T-Shirt und iPad so gut zusammen.
Kein Wunder also, dass es uns hier gefällt.
Auch Kate Boone hat gleich erkannt, dass wir hierher passen und uns am (legendären!) Vail-Pass ihre Telefonnummer zugesteckt. So können wir dann standesgemäß das sogenannte „Cottage“ im Grünen hinter ihrem Bungalow beziehen, Tibet-Fahnen inklusive.
Nach einem Tag und ein paar großen Organic-Fair-Trade-Coffee-Latte reicht’s dann auch wieder und wir starten los zur langen Strampelei durch die Great Plains.


The Continental Divide

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Es hilft ja nix: Früher oder später müssen wir drüber über die Rocky Mountains. Konkret über den 3660 Meter hohen Loveland-Pass, ca.1000 Höhenmeter verteilt auf 15km. Weil die Amerikaner einen Sinn fürs dramatische haben, nennen sie das: The Continental Divide.
Nach dem Skitag mit Steve, der wider Erwarten keinerlei Muskelkater hinterlassen hat, steht einer fröhlichen Auffahrt und einer langen Abfahrt auf der anderen Seite eigentlich nichts im Weg. Die ersten 500 Höhenmeter sind dank der doch moderaten Steigung in einer guten Stunde locker erledigt. Die zweite Hälfte ist eigentlich auch halb so schlimm. Nur: Wie sich das für einen echten Hochgebirgs-Pass gehört, schlägt natürlich das Wetter um und es beginnt zu schneien: Ein bisschen, ein bisschen mehr, ein Schneesturm!
Wir sind ja nicht aus Zucker: Und bergauf bleibt der Kreislauf ohnehin gut in Schwung. Auf der anderen Seite ist das Wetter dann aber – Continental Divide hin oder her – trotzdem genau das selbe und wir frieren uns auf der Abfahrt den Arsch ab, und Zehen und Finger zu Klumpen. Bis nach 30 Kilometern endlich eine rettende Tankstelle und damit zwei Halbliter-Becher heißer Kaffee kommen.
Nach eine Stunde Auftauzeit geht’s mit frischen Socken und wieder halbwegs benutzbaren Fingern weiter munter den Berg hinunter!
Und zwei Stunden später zelten wir, als wäre nichts gewesen.


A Grand Day Out

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Angefangen hat alles ganz harmlos. Auf den 800 Höhenmeter, die uns auf den Vail-Pass hinauf führen, überholen uns ein Haufen Radfahrer (am Rennrad). Einer davon ist Steve, mit dem wir auf den letzten paar Kilometern ins Plaudern kommen. Wie es der Zufall so will, hat er vor einigen Wochen einen Startplatz für den Ötztal Rad-Marathon ergattert und trainiert jetzt für das härteste Radrennen der Alpen. Und dann erzählt Steve weiter: Von seiner Zeit als Ski-Rennfahrer, von seinen Europa-Reisen als Service-Mann für das US Ski-Team nach St. Anton, Lech, Kitzbühel usw. Von seinen österreichischen Freunden in Obergurgl, die er im August besuchen wird, von seinem alten Freund Frans, der in den 70er Jahren ein ziemlich erfolgreicher Rennläufer war und jedes Jahr zum Skifahren nach Vail kommt (wie sich später herausstellt, heißt Frans in Österreich Franz Klammer).
Und dann erzählt uns Steve, dass er heute Besitzer eines Skigeschäfts in Vail ist und vor zwei Wochen die Saison beendet hat. Schade, denken wir, Skifahren in Vail, wäre schon mal was gewesen. Am Pass angekommen, geben wir Steve noch die Adresse zu unserm Blog und verabschieden uns.
Eine paar Stunden später schreibt uns Steve. Ganz zu Ende ist die Ski-Saison in Colorado noch nicht. Im 3000-4000 Meter hohen Arapahoe Basin fahren die Lifte noch bis Anfang Juni. Leih-Ski hat Steve in seinem Geschäft sowieso und Liftkarten kann er schon irgendwie organisieren.

Und so kommt’s, dass wir am nächsten Tag wirklich mit Steve (der aus Trainingsgründen selbst nicht Lift fährt, sondern mit dem Touren-Ski den Berg hinauf geht) auf der Piste stehen!

Was wir natürlich nicht bedacht haben: Wir sind beide schon Jahre nicht mehr Ski gefahren. Aber irgendwie ist Skifahren wie Radfahren: Man verlernt es nicht. So überleben wir den Tag ohne gröbere Blessuren und machen nach ein paar Abfahrten eine eigentlich ganz gute Figur auf der Piste!


Hit the Rockies

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In Colorado, da trefft ihr dann auf die Rocky Mountains, haben uns freundliche Amerikaner bereits vor Wochen angekündigt. Hab ich wieder vergessen, denn seit wir L.A.verlassen haben, war es eigentlich nie richtig flach. Ein Gebirgszug folgt auf den anderen, es ist nie böse steil, aber könnte schon als bergig durchgehen. In Colorado merken wir dann aber, was wirklich Berge sind. Verschneites Bergpanorama, Wälder, Gebirgsbäche, Ski-Resorts. Wir lassen Aspen links und Beaver Creek rechts liegen und steuern Vail an. Ein perfekt durchgehend asphaltierter Radweg führt – zuerst durch das Colorado-River-Tal, dann den Eagle-River entlang – über 200km hinauf nach Vail. Das erfüllt alle Klischees: protzige Villen, riesige Bettenburgen, kitschige Apres-Ski-Bars und nach Ende der Saison auf den Straßen keine Menschen Seele. Und trotzdem erliege ich dem Vail-Charme sofort. Hier müssen wir bleiben, zumindest für eine Nacht. Aber mitten im verbauten Gebiet, und das, wo die Natur so prächtig ist? Und wo Pepi Gramskammers Hotel-Gasthof zwecks Sommerpause geschlossen hat? Christoph und ich disponieren um und bauen unser Zelt im Birkenwald am Ortsrand auf, was vermutlich auch kostentechnisch die bessere Option ist.


Das Kilometerspiel

20000Früher oder später musste es ja so kommen. Der Tacho zeigt 20.000km. Zeit für ein bisschen Statistik – Fernradler lieben das.

Zahlen, Daten, Fakten:
Kilometer: 20.000
Netto-Fahrzeit: 1243 Stunden
Tage unterwegs: 350
km/Tag: 57,3
Durchschnittstempo 16,1 km/h
Höhenmeter ca. 140.000

Roadkills:
1 Frosch, überfahren von Christoph
1 Eichhörnchen, angefahren von Katharina

Gestritten und Geschimpft:
Diskussionen am Straßenrand (über 1 Stunde): ca. 10
Situationen, in denen einer von uns nach Hause fliegen wollte: 7
Situationen, in denen einer von uns das Rad in den Straßengraben geschmissen hat: 3
Getrennte Hotelzimmer (angedroht): 6
Getrennte Hotelzimmer (tatsächlich): 0

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Staat der Woche: Utah

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Ok, Mormonen trinken keinen Alkohol und deswegen gibt es hier in den Supermärkten auch keinen. Aber mittlerweile leben wir zwei schon so gesund, dass wir diese Tatsache überhaupt erst nach Tagen mitbekommen. Ordentlichen Kaffee mögen die Mormonen auch nicht, und das wirkt sich schon eher belastend aus. „Free Refill“ ist angesichts des bräunlichen Süppchens im Pappbecher eher eine Drohung als ein Angebot.

Aber was viel wichtiger ist und man schon immer über Utah wissen sollte: Es ist das Mountainbiker-Paradies der USA. Zunächst machen sich die Fahrräder vor allem als zusätzliche Ladung Gepäck auf jedem Auto, das uns überholt, bemerkbar. Wenig später in Form von wirklich überdurchschnittlich vielen guten Radgeschäften. Und dann sind wir mittendrin: Moab ist der Startpunkt für einige der besten Mountainbike-Trails Amerikas. Für unsere zwei Räder, mittlerweile zu Grand Dames gealtert, ist das natürlich nichts mehr, hier liegt das Hauptaugenmerk auf unbeschadetem Bewältigen der Rest-Strecke bis an den Atlantik. Aber auch von der Straße aus bekommen wir mit, wie sich die Fahrer überall zwischen den Felsen tummeln und abends ihr Lager am Colorado-River aufschlagen. Das tun wir dann auch und treffen schließlich doch noch einen Radtouristen: Reinhold aus Regensburg ist für eine deutsche Fahrradzeitschrift unterwegs. Was nun unabänderlich folgt, sind viele Stunden Fachsimpelei über Rahmen, Zoll, Felgen, Reifen, und sonstige Bauteile – ich kriege nur die Hälfte davon mit, dafür kann sich Christoph mal so richtig aussprechen.


Arizona – The Grand Canyon State

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Die Navigation nach New York verlangt eine Kurve nach Norden, und die machen wir – bis es irgendwann nicht mehr weiter geht. Grund dafür: der Grand Canyon. Anders gesagt: ein tiefes Loch von etwa 20 km in Nord-Südrichtung und mehreren hundert Kilometern West-Ost.

Hier machen wir einen Tag Pause und mischen uns unter die Nationalpark-Touristen. Obwohl überall Warnhinweise hängen, dass Wanderungen in der Hitze Todesgefahr bedeuten, hält sich das Wetter nicht daran. Statt zu heiß ist uns eher zu kalt. Kein Problem in Amerika, schließlich bietet das lokale IMAX-Kino auch stündlich Vorführungen von „Grand Canyon – The Movie“. Wer will da noch selber marschieren? Wir verzichten auf den Film genauso wie auf den stundenlangen Abstieg in die Schlucht und spazieren stattdessen den Abgrund entlang. Erstaunlicherweise ist hier gar nichts abgesichert. Wer will, könnte sich hier einfach und unkompliziert in den Tod stürzen. Und tatsächlich, in der Fachzeitschrift „Backpacker“ lesen wir später eine detaillierte Aufzeichnung der letzten 99 Todesfälle, wonach 18 davon auf „Suicide“ zurückgehen. 24 übrigens auf Helicopter/Plane-Crash und immerhin 4 auf Mord!

Unser Tag verläuft dagegen recht geruhsam, wir treffen wieder ein paar Christen, die uns gute Weiterreise wünschen, Amish in traditioneller Kleidung und zunehmend Mormonen… Utah naht.


Race Across America – Etappe 1

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Nach vier Tagen in L.A. brechen wir auf Richtung nach Hause. Der Flug von New York nach Europa ist schon gebucht, das Rennen kann los gehen.
Anfangs noch durch endlose Suburbs, sind wir nach zwei Tagen doch recht unvermittelt inmitten der Natur. Zuerst im Joshua Tree National Park, wenig später mitten in der Mojave-Wüste. So dicht bevölkert L.A. ist, so einsam ist es hier. Wer hätte gedacht, dass es in den USA Gegenden gibt, wo man über 200km an keinem Cola-Automat vorbei kommt?
Ich auf jeden Fall nicht! Und so passiert mir dann – obwohl wir schon einige tausend Kilometer durch Wüste gefahren sind – wieder mal der Kardinalfehler Nr. 1. Zu wenig Wasser mit, zu wenig getrunken. Am zweiten Tag in der Wüste hol ich mir mal gleich wieder einen ordentlichen Sonnenstich, bevor mich endlich an einer Tankstelle ein 64oz Bottich Cola rettet und ich mit Kopfschmerzen, Magenkrämpfen und Schüttelfrost ins Zelt fallen kann.

Grundsätzlich ist – auch wenn sich das keiner vorstellen kann – in der Wüste fahren aber super: Man sieht immer schon lange im voraus wie es weiter geht, kaum eine Kurve wirft dich aus der Bahn, nichts lenkt ab und über den Verkehr muss man sich auch keine Gedanken machen.
Nach 3 Tagen Mojave kommen wir für einen Tag durch Nevada und – wie könnte es anders sein – in die Glücksspielmetropole Laughlin, bevor es weiter geht nach Arizona.

Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass die Amerikaner bis jetzt durchaus ihren Klischees gerecht werden. Und uns mit offenen Armen aufnehmen. Besonders zu erwähnen sind Betty, die mitten am Highway stehen bleibt, uns mit frischem Wasser versorgt und mit uns gemeinsam für eine sichere Weiterfahrt betet. Auch sehr freundlich war Flemming, der uns – nachdem wir ihn nach dem Weg zum Campingplatz gefragt haben – gleich zu sich nach Hause einlädt. Um uns dort in die gut gehüteten Geheimnisse der amerikanischen Innenpolitik einzuweihen. Welcher Europäer weiß schon, dass Barack Obama in Wirklichkeit ein Kommunist ist, der gerade dabei ist, nach Vorbild der SS eine Geheimpolizei aufzubauen. Und das alles, obwohl er nicht einmal amerikanischer Staatsbürger ist!